| Mosaikhaus in den Südthermen | |
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Süd-Mosaik mit Kreismuster
auf schwarzem Grund (1. Hälfte 3. Jh. n. Chr.) |
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Kleiner Vogel als Füllmotiv |
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Salomonsknoten in einem der zentralen Kreise |
| Östlich vom Leonidaion befinden sich die
sog. Südthermen und zwei spätantike Häuser: das aus Spolien
gebaute "Quaderhaus" im Osten und das "Mosaikhaus" im
Westen. Im östlichen Bereich des Mosaikhauses wurden 1955 zwei Räume
mit Mosaikböden freigelegt. Alfred Mallwitz hat die Mosaiken aufgrund des Befundes in das frühe 3. Jh. n. Chr. datiert. Sie stammen aus einer früheren Bauphase als das spätantike Mosaikhaus. An einigen Stellen werden die Pavimente von den unregelmäßigen spätantiken Mauern überschnitten. Vermutlich gehörten sie ursprünglich zu einer Thermenanlage, die im 3. Viertel des 3. Jhs. zerstört und von den diokletianischen Südthermen in ihrem nördlichen Bereich wiederverwendet und überbaut wurde. Das spätantike Mosaikhaus weist allerdings keine Verbindung mit den Südthermen auf und wurde wahrscheinlich ausschließlich als Wohnfläche genutzt. Der Dekor des südlichen Mosaiks besteht aus Kreisen, die durch breite
Bänder miteinander verbunden sind und dadurch Achtecke mit vier konkaven
Seiten bilden. Die farbig abschattierten Bänder auf dem schwarzen
Grund verleihen dem Mosaik eine besondere Plastizität und Tiefenwirkung.
Das Muster ist von Deckenkompositionen aus Stuck abgeleitet. |
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| Zum Mosaikhaus E. Kunze, Olympiabericht VI (1958) 5; Ders., ADelt 16, 1960, 129; Mallwitz a.O. (Startseite) 109. 245f.; G. Salies, Untersuchungen zu den Gliederungsschemata römischer Mosaiken, BJb 174, 1974, 62f. Abb. 15. 16 Nr. 290. 636; Hellenkemper Salies a.O. 274 Abb. 17; M. Chatzidakis und N. Yalouris, ADelt 22,1, 1967, Taf.20. 14-8,2. ; Verf., Die kaiserzeitlichen Mosaiken in Olympia. Eine Bestandsaufnahme, in: VI Coloquio internacional sobre Mosaico antiguo. Palencia-Mérida, Octubre 1990 (1994) 135-147. |
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| © Alexandra Kankeleit | |


