Die Pelta Intro Hauptform Varianten
Kompositionen Viererpelten Schuppenmuster Pelten und Kreuzblüten Pelten und Flechtbänder
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Viererpelten

In Griechenland ist allen Mustern, in denen Pelten auftreten, ein quadratisches Raster der Kreismittelpunkte untergelegt. Es existiert ein Grundschema von Kreisen, die jeweils um einen Radius verschoben sind. Der besonders häufig auftretende Kreuzblütenrapport wird dadurch erzeugt, dass in jedem zweiten Punkt des Rasters ein Zirkel geschlagen wird (Abb. 26).

Abb. 26

Die Peltenmuster sind etwas komplizierter, da die Kreise in der Regel nicht ganz durchgezogen werden und kleine Halbkreise hinzukommen (Abb. 27).

Abb. 27

Meistens werden Pelten zu Vierergruppen zusammengestellt. Zwei stehende und zwei liegende Pelten berühren sich an ihren äußeren Spitzen. Auf diese Weise entstehen herzförmige Felder. Bei diesem Muster wird in jedem vierten Punkt des Rasters ein Halbkreis gezogen, in der ersten Reihe abwechselnd nach oben und nach unten und in der zweiten Reihe abwechselnd nach rechts und nach links. Auf diese Weise entsteht ein Gerüst aus schuppenartigen Feldern, in die jeweils zwei kleinere Halbkreise eingezeichnet werden (Abb. 28).

Abb. 28

Viererpelten können als Rapportmuster eine größere Fläche bzw. ein zentrales Feld schmücken oder auf einen rahmenden Abschnitt beschränkt sein. In Griechenland tritt außerordentlich selten die isolierte Vierpeltengruppe als Füllmotiv auf. Der Peltenrapport wurde in der Regel in Schwarz oder Blau auf weißem Grund verlegt (Abb. 29).

Abb. 29

Häufig wurde die Monotonie des Musters durch hellere, meistens in Rot wiedergegebene, Pelten aufgelockert. In einigen Fällen lässt sich die Farbgebung nicht mehr genau feststellen, da von den Mosaiken nur ältere Schwarzweißaufnahmen oder ungenaue Zeichnungen publiziert wurden.

Auf mehreren Pavimenten sind dunkle Viererpelten auf weißem Grund angegeben. Seltener kommt es vor, daß rosa Viererpelten von einer schwarzen Konturlinie umgeben sind.

Einzigartig ist bisher die Komposition eines Mosaiks in Olympia. Hier umgibt ein Rapport aus hellen Pelten einen zentralen Teppich, der aus neun dunkelroten Peltenpaaren besteht (Abb. 30).

Abb. 30

Eine Spezialität der peloponnesischen Werkstätten scheint die Zusammenstellung von roten und schwarzen Pelten zu sein. Das Muster ist so angelegt, daß sich immer zwei verschiedenfarbige Pelten gegenüberliegen bzw. am Rücken aneinanderstoßen. Für das Flächenmuster wurde die einfache Peltenform mit unverzierten Endigungen bevorzugt (Abb. 31).

Abb. 31

Auf einem Mosaik aus Korinth weisen zweifarbig wiedergegebenen Pelten einen Apex aus drei parallel angeordneten Tessellae auf.

Auf einem weiteren Mosaik aus Korinth wurden Viererpelten ebenfalls in Schwarz und Rot verlegt. Ihr Apex ist mit drei V-förmig angeordneten Tessellae versehen.

Ein auffallend ähnliches Peltenmuster findet sich auf einem Mosaik in Argos. Jeweils zwei schwarze und zwei helle Pelten (wahrscheinlich in Grau oder Rosa) bilden eine Vierergruppe. Sie haben einen kreuzförmigen Apex aus fünf Tessellae.

In diese Gruppe gehört vermutlich noch ein Mosaik aus Patras, von dem bislang nur eine unzureichende Zeichnung veröffentlicht wurde.

Die Pelten sind hier möglicherweise in nur einer Farbe wiedergegeben und mit einem kreuzförmigen Apex verziert.

Bisher einzigartig sind die etwas komplizierteren Peltenkompositionen in Eleusis und auf Kos. In Eleusis sind die Viererpelten in zwei Farben wiedergegeben (vermutlich in Schwarz und Rot), mit nach innen geknickten Armen und einem herzförmigen Apex versehen. Bei den Pelten, die an den Rand des Feldes grenzen, wurde die Mittelbekrönung weggelassen (Abb. 32).

Abb. 32

Auf dem koischen Paviment besitzen die Pelten einen V-förmigen Apex. Das Muster wurde in drei Farben (Blau, Gelb und Rot) auf weißem Grund verlegt. Dunkelblaue Pelten rahmen rote und gelbe Peltenpaare (Abb. 33). Am Rand des Feldes befinden sich zwischen den Pelten kleine Rechtecke, die ebenfalls in verschiedenen Farben wiedergegeben sind.

Abb. 33